Blogparade – Der Liebesbrief an mich selbst – WrapUp
Die erste Blogparade, zu der ich eingeladen habe, hieß: Nach der Krise: Ein Liebesbrief an mich selbst.
Mein Wunsch war, Teilnehmer zu animieren, Wertschätzung für sich selber zu haben und diese auszudrücken. Für das eigene Leben, das manchmal schwer oder auch leicht ist. In jedem Fall will das eigene Leben gelebt werden. In Achtung und Respekt, mit Mut und Zuversicht, mit Freude und Spaß.
Was ich erlebt habe, war mehr als ich gedacht hatte. 4 Liebesbriefe sind mir überreicht worden.
Ich war zutiefst berührt, was diese Einladung bei den Teilnehmerinnen ausgelöst hat. So viel Offenheit, Mut, sich zu zeigen, so viel Ehrlichkeit, gepaart mit tiefen Gefühlen. Manchmal habe ich da gesessen, gelesen und geweint vor lauter Rührung.
Danke an die Autorinnen, die mitgeschrieben und gefühlt haben. Danke an die Leserinnen in der Community, die sich eingelassen haben auf die Liebesbriefe. Ihr habt mein Leben und das von vielen Leserinnen sehr bereichert.
An dieser Stelle möchte die Briefe in einer Kurzversion vorstellen. Ausserdem verlinke ich sie, sodass es möglich ist, diese Briefe nachzulesen.
Gabi Kremeskötter: Nach der Krise: ein Liebesbrief an mich selbst
Gabi und ich kennen uns. Ich habe an ihrem inspirierenden Online-Schreibkurs teilgenommen.
Sie schreibt, dass sie gerade durch eine doppelte Krise gegangen ist und schreibt einen Blick auf das danach. Sie wählt als Form eine Gedicht. Ja, das ist eine großartige Form für einen Liebesbrief. Gabi schreibt unter ihrem Künstlernamen Julie Norden.
In ihrem Liebesbrief lese ich von einer großen Offenheit, weiter zu gehen und den nächsten Schritt zu wagen. Ihr Herz bleibt geöffnet und ist auf Liebe ausgerichtet.
…“die Liebe die alles ist
die dich hält und stützt
die dich voran bringt
dir das Vertrauen schenkt
dass alles gut wird
auch wenn es anders wird“…
Neugier, Begeisterung und Mut kennzeichnen ihren außergewöhnlichen Weg für sich, ihre Familie, für alles, was sie macht.
…“Schmerz und alle Formen der Liebe begegnen sich:
sie führen dich und schenken
jenen die dir ehrlich begegnen
dein herzliches Willkommen
wie auch du willkommen sein möchtest
im Kreise derer die ebenfalls
ehrlich mit sich sind
sich nicht verstecken
hinter Floskeln oder Blabla“…
Mich beeindruckt, dass Gabi ihren Schmerz annimmt und mit der Liebe verbinden kann. Im Schmerz und danach kommen trotz Traurigkeit, neue Tage und neue Begegnungen.
Eine starke Frau, die in sich ruht und sich selber Heimat gibt und die sich als reich bezeichnet, an Gefühl, Erfahrungen, Hoffnungen, aber vor allem an unendlicher Liebe.
Hier kannst du Gabi`s kompletten Liebesbrief lesen: Nach der Krise: Ein Liebesbrief an mich selbst
Isabell Herzog: Ein Liebesbrief an mich selbst
Was für ein grandioser Einstieg. Ja, wir alle sollten uns viel öfters feiern für das, was wir bewältigt haben.
„Es geht um einen Liebesbrief an Dich selbst, in dem Du Dich und Deinen Weg feierst.
Das war ein sehr emotionaler Prozess für mich. Und doch so hilfreich. Hier findest Du meinen Weg, den ich feiere und für den ich dankbar bin – trotz aller Schmerzen, allen Anstrengungen. Er hat sich gelohnt.“
Isabell schreibt über die Krise, persönlich immer wieder mit dem Tod konfrontiert zu sein. Sie war in ihrem Leben gezwungen, liebe Menschen loslassen zu müssen. Zuletzt ihren Ehemann, nachdem beide einen richtig guten Weg miteinander gegangen sind.
„Er hatte seine Aufgabe auf dieser Welt erledigt und hinterließ Dir gleichzeitig die nächste für Dein Leben: Deinen Frieden mit dem Tod zu machen.“ Das sind in meiner Welt große, ehrliche und schwierige Worte. Ich ziehe meinen Hut.
Isabell beschreibt ihren langen Weg in die Heilung, der Zeit benötigt und anspruchsvoll ist, da die Wunde immer wieder aufgebrochen wird.
„Langsam, ganz langsam kam etwas dazu. Die Erkenntnis, dass es Zeit war, Frieden zu machen: Nicht nur mit seinem Tod, sondern auch mit der Tatsache, dass andere Menschen in Deinem Leben und auch Deine Tiere irgendwann sterben werden. „
Ich bin beeindruckt von der Erkenntnis, dass diese schwierige, kaum ertragbare Zeit dazu führt, andere Menschen, die ähnliche Verluste von gliebten Menschen ertragen mussten, von deinem Wissen, deinem besonderen Umgang damit lernen können. Menschen zu helfen, einen eigenen Weg zu finden und wieder neuen Lebensmut zu schöpfen.
Hier kannst du Isabell`s kompletten Liebesbrief an mich selbst nachlesen.
Julia Rothmund: In der Krise – Ein Liebesbrief an mich selbst
Julai schreibt, dass ihre persönliche Krise noch nicht beendet ist. Ich freue mich, dass sie sich unterstützt mit dem Liebesbrief an sich selbst.
Eine meiner Fragen war: Was wäre, wenn deine Krise ein Lied wäre?.
Julia`s Antwort: „Für mich gab es darauf sofort eine Antwort: Leonard Cohens „Anthem“ mit der Zeile „There is a crack in everything, that’s how the light gets in. Als die Diagnose Krebs im Frühstadium in mein Leben brach, fühlte es sich genau so an – wie ein tiefer Riss.“ Dieses Bild hat mich sehr berührt und fühlt so zentral an. Nur durch den Riss kann das Licht eindringen.
Sie beschreibt sehr eindrücklich, wie sich ihr Leben nach der Geburt ihres Sohnes komplett verändert hat. Dazu kamen persönliche Herausforderungen, die sich in Form einer Höchstlast, die sie getragen hat, auswirkte. Die Diagnose Krebs im Frühstadium bricht alles auf.
Die Welle an Gefühlen rollt los: Wut, Trauer, Schuld, ich bin schuld, die Anderen sind schuld, welche Fehler habe ich gemacht.
Julia beschreibt, wie sie sich erinnert hat, an das, was ihr Freude macht: der Duft einer Blume, Begeisterung, der Kontakt mir der Natur.
Die Erkenntnis, sich selbst vergessen oder verloren zu haben, wiegt schwer und ist nur mit Mühe zu ertragen. Schuld, Gehorsam und Opfer gehörten bei ihr zur Erziehung. Und da ist immer wieder die Erinnerung, das Angst keine Basis ist, die sie blühen lässt.
Julia erkennt, dass…“Gott keine Opfer verlangt, keine Bedingungen stellt und niemanden verurteilt.„… und… „wir erfahren Gott nicht durch Schmerz, Gehorsam und Selbstaufopferung.“
…“Vielmehr geht es darum, zu erkennen, wer man in Wahrheit ist – nicht durch Erfüllen von Erwartungen, sondern durch Erfahren der eigenen Liebe und Schöpferkraft. Das ist Treue zu sich selbst.“…
Ein großartiger Heilungsweg, der alle Lebensbereiche einbezieht.
Hier kannst du Julia`s Liebesbrief lesen: In der Krise: Ein Liebesbrief an mich selbst
Dr. Laila Schmidt: Ein Liebesbrief an mich selbst
Laila beschreibt, wie sie lange geglaubt hat, dass sie nicht gut genug ist. Manchmal ist es noch heute so.
Seit sie 4 Jahre alt war, hatte sie den Wunsch, Ärztin zu werden und Menschen zu helfen. Ihr großes Vorbild war Albert Schweitzer.
„Von Medizin wusste ich nichts. Vom Studium auch nicht. Ich kannte keine Nachtdienste, keine Hierarchien und keine Entscheidungen unter Zeitdruck. Ich wusste nur, dass irgendwo Kinder litten und dass jemand zu ihnen gehen sollte.“
„Ich wurde Oberärztin. Später übernahm ich die ärztliche Leitung eines luftgebundenen Rettungsdienstes. Ich trug Verantwortung, traf Entscheidungen und stand für andere ein.
Sechsmal war ich mit Médecins Sans Frontières im Kriegseinsatz.“
Mich hat das sehr berührt: sechsmal in Kriegsgebieten Menschenleben gerettet. Und dennoch beschleicht einen Menschen das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Das zeigt, wie tief manche Glaubenssätze in uns eingegraben sind.
„Ich konnte den Krieg nicht beenden. Ich konnte nicht jedes Kind heilen. Ich konnte Schmerzen lindern, ein wenig Sicherheit geben und manchmal ein Gesicht zum Lächeln bringen.
Für einen Moment wurde das Leben leichter.
Mehr lässt sich an manchen Tagen nicht tun.
Und an manchen Tagen ist das sehr viel.“
Eine Berufung und eine Menschlichkeit, vor der ich mich nur verneigen kann.
Diese 3 Sätze von Laila haben mich nachhaltig beeindruckt. Es zeigt mir, wie wichtig es ist, sich einzumischen und dafür einzustehen. Einen Weg zu finden, der eigentlich gar nicht möglich war. In einem Satz: Sich einzumischen bringt Gewinn.
- Ich habe einer Frau geholfen, wieder Luft zu bekommen.
- Ich habe einen Weg gefunden, obwohl keiner vorgesehen war.
- Ich habe mich eingemischt.
“ Ich bin stolz auf mich“. Ein Satz voller Liebe und Wertschätzung für ein Leben im Dienst der Medizin. Und ein großes Fazit
Hier kannst du den Beitrag von Laila nachlesen: Ein Liebesbrief an mich selbst
Mein eigener Beitrag: Nach der Krise: Ein Liebesbrief an mich selbst
„Es gab einen Moment, in dem ich dem Tod ins Auge sah und ihm sagte: “ Wenn ich gehen soll, bin ich einverstanden. Wenn ich entscheiden darf, möchte ich leben.“ Diese Worte veränderten alles. Es war ein Milli-Mü-Moment, in dem ich mitentscheiden durfte – über mein Leben und meine Zukunft.“ Dieser Moment war einer der entscheidensten Momente in meinem Leben.
Ein Ja zum Leben ist eine ultimative Ansage an die eigene Zukunft.
In meinen dunkelsten Momenten wurde mir klar, wie wichtig die innere Ausrichtung ist sowie Entscheidungen zu treffen und eine Vision für mein Leben zu haben.
…“es ist extrem schwer, die eigenen Gewohnheiten, Muster und Prägungen zu durchbrechen. Um sie nachhaltig zu verändern, braucht es richtig viel Disziplin und ein differenziertes Hinschauen, um zu erkennen. Es ging mir gut und immer besser. Die Ärzte waren begeistert. Für sie war es eine Wunderheilung. Für mich knallharte Arbeit.“…
Ich hatte die große Chance, viel über mich zu entdecken, im Guten wie auch in meinen dunklen Phasen.
„Ich erlebe bei Dir, dass Du einfach nie aufgibst. „
„Ich bewundere Deine Offenheit, Dich endlich für Dich selbst einzusetzen, Dir Selbstachtung zu schenken, Dich selbst zu lieben, mit allem, was Dich ausmacht. „
„Ich dachte, ich würde brechen, statt dessen wurden meine Wunden zu Gold.“
Hier kannst du meinen Beitrag lesen: Ein Liebesbrief an mich selbst
Essenz
Ich bin so dankbar und beschenkt durch diese Briefe. Die Lebenswege beeindrucken mich, jeder einzelne. Jede Frau ist grandios.
Ich bin sehr beeindruckt über die Offenheit aller Teilnehmerinnen. Das ist nicht selbstverständlich.Es ist mutig. Ich wünsche mir, dass andere Frauen vielleicht nachziehen und sich selber das Geschenk machen, einen Liebesbrief an sich zu schreiben. Mein Gefühl ist, das sollten wir wieder immer wieder machen und uns erinneren, was wir leisten, erleben und wie wir handeln.
Ich bin sicher, dass ihr, die ihr geschrieben habt, einen Unterschied macht für so manche Frau,die eure Briefe liest. Ihr seit Vorbilder und gebt den Mut weiter.
Herzlichen Dank an Gabi, Isabell, Julia, Laila und an mich.
Wenn du beeindruckt bist, hinterlasse gerne einen Kommentar. Vielleicht hast du auch Lust, dir einen Brief zu schreiben. Hinterlasse diesen gerne in den Kommentaren.

Dr. Martina Riedel Über mich: Ich komme aus der klassischen Schulmedizin und da ich viele Fragen hatte, die mir dort nicht beantwortet wurden, habe ich mich interessiert für und fortgebildet in ganzheitlichen Heilweisen, Kunst als Möglichkeit zur eigenen Heilung, in energetischen Heilweisen und Persönlichkeitsentwicklung. Als Mentorin und Anschubserin ist es mein Ziel, Menschen zu helfen, Zusammenhänge zu erkennen. Ein Wechsel der Perspektive, verbunden mit einer positiven Einstellung, kann wie ein starker Katalysator für eine Heilung sein. Da ich selbst zwei Krebsdiagnosen erfahren habe, weiß ich, wie groß die Bedrohung für die Person ist. Die Antworten und Lösungen sind oft nur einen Schritt entfernt. Dabei unterstütze ich Sie gerne. Hier erfahren Sie mehr über mich.
