Die Farben meiner Kindheit- Ein Universum aus Blau, Weiß und allen Regenbogenfarben
Heute ist mal wieder BlogparadenTime. Mich spricht die Einladung von Susanne Heinen, sehr an. Sie fragt nach : „Die Farben deiner Kindheit“ und schreibt ihren eigenen Blogartikel dazu. Danke für die Inspiration.
Es gibt Momente in meinem Leben, in denen ich innehalte und frage: Welche Farbe hat eine Seele? Welche Farbe hat meine Seele? Meine ist blau-weiß mit regenbogenbunt. Farben sind meine Welt. Sie sind wie unsichtbare Fäden, die mich mit mir und allem verbinden. Oft sind sie unsichtbar, aber dennoch immer präsent.
Meine ersten Gedanken: Das Chaos der Möglichkeiten
Wie soll ich mich bloß entscheiden? Diese Frage stell ich mir immer wieder: Soll ich von Blau erzählen? Von Weiß? Von Rot oder Gelb? Von all den Farben, die mein Herz höher schlagen lassen?
Ich erinnere mich: Ich muss mich nicht entscheiden. Die Welt ist groß und hat Platz für alle Farben. Mein Herz auch.
Es gibt zwei Farbstränge, die mein Leben geprägt haben wie ein roter Faden, besser gesagt, wie ein blau-weißer und ein regenbogenfarbener Faden. Sie sind meine Wurzeln, meine Flügel, meine Essenz.
Blau-Weiß: Die Farbe des Nordens und der Unendlichkeit
Ich bin ein Kind des Nordens. Die Hansestadt Bremen hat mich geprägt. Mit ihren Traditionen, dem Wasser, dem Himmel. Zwischen Weser und Nordsee erlebt man früh: Das Meer und der Himmel sind eins. Sie existieren im gleichen Rhythmus und tragen die gleichen Farben.
Die Nordsee: Blau und weiß küssen sich
Oft denken Menschen, dass der Norden sei immer grau. Ja, und es regnet. Aber dann kommt der Wind. „Der pustet die Wolken weg“, haben wir als Kinder gesagt. Und dann – ganz plötzlich – ist da nur noch Blau und Weiß.
- Blau – das Meer, der Himmel, die Unendlichkeit. Vom zarten Himmelblau bis zum tiefen Mitternachtsblau, das so dunkel ist, dass es fast schwarz wirkt und doch immer blau ist. Jedes Mal, wenn ich selbst am Meer stehe, entdecke ich neue Nuancen von Blau. Das Universum flüstert mir zu: “ Es gibt immer noch mehr. Schau genau hin.“
- Weiß – die Wolken, die Schaumkronen der Wellen, das Licht. Weiß ist nie einfach nur Weiß. Manchmal hat es einen silbrigen Schimmer, mal ist es gelblich, hat einen Hauch Rosa. Es passt sich der Umgebung an, je nach Licht und Stimmung.


Mein Erleben: Zwischen Himmel und Erde
Blau und Weiß sind mehr als Farben. Sie zeigen die Verbindung zwischen Himmel und Erde, zwischen Geben und Nehmen. Das Meer spiegelt den Himmel wider, der Himmel spiegelt das Meer. Es ist ein Kreislauf, ein wiederkehrender Rhythmus, immer gleich und doch anders.
Und ich? Ich bin ein winziges Teil dazwischen.
Ich fühle mich wie ein Sandkorn: fast unsichtbar und dennoch wichtig, unersetzlich. Ein Teil des Ganzen. Ein Teil von etwas Großem, von etwas, das viel größer ist als ich.
Das gibt mir ein Gefühl von Demut und Dankbarkeit. Die Form von Demut, die mich fühlen lässt:
„Du bist hier. Du gehörst dazu. Das ist genug.“

Regenbogenfarben: Die Explosion des Lebens
Und dann – kommt der andere Farbstrahl. Der bunte. Der wilde. Der mich an meine Kindheit erinnert, in der alles möglich schien.
Alles ist bunt: Weil alles Farbe hat
Als Kind sah ich die Welt in Farben. Jede Blume, jeder Stein, jedes Tier, jeder Stift hatte seine Geschichte und seine eigene Farbe. Selbst grau war für mich bunt.(Später, im Kunststudium, lernte ich, dass Grau aus allen Farben besteht. Etwas, das ich schon als Kind ahnte)
Regenbögen waren Schätze für mich. Wenn es regnete und die Sonne schien, suchte ich den Regenbogen und hielt den Atem an, ob der Schönheit. Es war, als würde ich jedes Mal zum ersten Mal einen Regenbogen sehen. Ein Wunder.

Mein Erleben: Die Fantasie kennt keine Grenzen
Meine Kindheit war eine Explosion von Farben und Geschichten. Ich erfand Geschichten, sprach mit Pflanzen und Tieren,ließ sie wilde Abenteuer erleben.
Meine Fantasie kannte keine Grenzen: Bis die Realität kam. Aber selbst danach: Die Farben blieben. Sie waren Trost und Ausdruck.
Noch heute trage ich bunte Kleidung gegen das Grau des Alltags. Ich sammle Stifte, als wären es Schätze.
Wenn ich male, erschaffe ich die Welt neu – Stück für Stück, Farbe für Farbe.

Meine Essenz: Farben als Sprache der Seele
Farben sind für mich mehr als nur Stifte und Farben. Sie sind Gefühle, Erinnerungen, Wahrheiten.
- Blau-Weiß gibt mir Ruhe und innere Sicherheit. Sie erinnern mich daran, dass ich ein Teil von etwas Großem bin.
- Regenbogenfarben geben mir Freiheit. Sie erinnern mich, dass das Leben wild, vielseitig und und wunderschön ist.
Wenn ich am Meer stehe oder einen Regenbogen sehe, spüre ich: Alles ist eins. Alles ist verbunden. Die Stille des Blaus und die Lebendigkeit des Regenbogens. Himmel und Erde. Ich und das Universum.
Farben haben mich gelehrt, dass alles nebeneinander sein darf:
tief und leicht
still und laut
einfach und komplex
Ich stehe genau dazwischen – mit meiner Neugier, meinen Pinselstrichen, meinen Worten.
UND DU? Welche Farbe hatte Deine Kindheit?
Welche Farbe begleitet Dich immer wieder und bleibt?
Ich würde gerne davon hören. Hinterlasse gerne einen Kommentar.

Dr. Martina Riedel Über mich: Ich komme aus der klassischen Schulmedizin und da ich viele Fragen hatte, die mir dort nicht beantwortet wurden, habe ich mich interessiert für und fortgebildet in ganzheitlichen Heilweisen, Kunst als Möglichkeit zur eigenen Heilung, in energetischen Heilweisen und Persönlichkeitsentwicklung. Als Mentorin und Anschubserin ist es mein Ziel, Menschen zu helfen, Zusammenhänge zu erkennen. Ein Wechsel der Perspektive, verbunden mit einer positiven Einstellung, kann wie ein starker Katalysator für eine Heilung sein. Da ich selbst zwei Krebsdiagnosen erfahren habe, weiß ich, wie groß die Bedrohung für die Person ist. Die Antworten und Lösungen sind oft nur einen Schritt entfernt. Dabei unterstütze ich Sie gerne. Hier erfahren Sie mehr über mich.

Liebe Martina,
schön zu lesen, dass du dir treu geblieben bist und dich nicht nur für eine Farbe entschieden hast. Wunderschöne Bilder hast du dazu gefunden.
Ich dachte, als ich Susannes Thema las: Nun muss ich mich zwischen Grün und Pink entscheiden. Das dachte mein erwachsenes Ich. Aber als ich mich in meine Kindheit fallen ließ, hatte ich es auf einmal klar vor den Augen. Es war nicht Grün, es war nicht Pink. Nein Lila! Warum und wie ich darauf kam? Lies gerne selbst: https://wildkrautbraut.de/farbe-meiner-kindheit-lila/
Grüne Grüße
Inga