Die 67. Blognacht von Anna Koschinski steht wieder an. Schön ist es, gemeinsam zu schreiben und zu bloggen. Ich genieße das sehr. Der heutige Impuls ist „Frisch gestrichen“.
Frisch gestrichen: der neue Hausflur
Frisch gestrichen: da denke ich an die Schilder, das vom Maler aufgehangen war, der gerade unseren Hausflur gestrichen hat und das Geländer. Überall waren die Schilder zu sehen. Dass bloß niemand einen Tapser in der neuen, schönen, fast weissen Farbe hinterläßt. Und sich nicht schmutzig macht. Beide Varianten machen niemandem Spaß. Und sind überflüssig.
In jedem Stockwerk hing ein Schild, dass jeder erinnert wurde.
So ein neuer Hausflur hat doch was: er sieht richtig gut aus. Die eierschalenfarbene Farbe macht alles hell und licht. Wenn ich rein komme, überkommt mich ein Gefühl der Freude und der Leichtigkeit. Ausserdem rieche ich die Farbe gerne. So ein kleiner Schnüffler kommt mir da in den Sinn. Auf jeden Fall hat eine frisch gestrichene Fläche etwas sehr Schönes.

Streichen ist weglassen
Frisch gestrichen habe ich mal wieder Arbeiten, die mir absolut keinen Spaß mehr machen. Sie sind nicht notwendig und ich kann mich manches Mal nicht mehr erinnern, warum das überhaupt mache. Oder noch mache. Es bringt nichts und macht keinen Spaß: wenn das kein Grund ist, um die Dinge frisch zu streichen.
Z.B. sind das irgendwelche Listen, die ich auf schreibe und nie fertig stelle. Dann schreibe ich sie ab und es kommen neue Aufgaben hinzu. Um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden. So geht es in diversen Runden hin und her. Es ist auf jeden Fall so, dass ich auch was davon erledige, aber es kommt oft mehr hinzu, als dass ich was eredige. Das kann ich streichen. Oder es sind Texte, die ich angefangen habe, aber nie zu Ende gebracht habe. Das braucht auch niemand. Und ich lasse diese in der Versenkung verschwinden. Ich streiche jegliche weitere Beschäftigung damit. Manchmal ist es ein Sportverein, in den ich viel zu selten gehe.

Termine streichen
Während meiner Zeit in meiner eigenen Praxis gab es viele Termine, die einzuhalten waren. Z.B auch Termine zur Fortbildung, die relativ uneffektiv waren und keinen echten Mehrwert hatten. Oder Termine mit einem Vertreter, die nur wenig Neues zu Tage brachten. Dafür dauerten sie oft eine Stunde oder fanden nach der Sprechstunde statt. Im Laufe der Zeit traute ich mich, immer mehr davon zu streichen. Das fühlte sich gut und neu an. Eigene Prioritäten zu setzen. Frisch gestrichene Termine sind eine Wohltat für das eigene Wohlbefinden und den eigenen Terminkalender.

Weniger ist mehr
Ich lasse Dinge los. Z.B. aus meinem Kleiderschrank. Frisch gestrichen ist so manche Hose, Strümpfe oder Kleider aus meinem Wirkungskreis. Wenn ich mich nicht mehr wohl fühle mit einem Kleidungsstück, lasse ich es gehen. Die Gründe können vielfältig sein. Ich mag sie nicht mehr, weil sich mein Geschmack verändert hat. Sie passen nicht mehr, weil…….. . Nun ja, weil ich zugenommen habe. Ich mag neue Sachen kaufen, weil ich etwas so oft an hatte, dass sie mich gefühlt nicht mehr unterstützen, sondern eher verhindern. Mein Geschmack hat sich verändert.
Manchmal ändern sich Einstellungen in meinem Leben, etwas Neues startet. Dann ist es mir immer wieder ein Bedürfnis, neue Kleider zu kaufen. Besonders gerne kaufe ich in diesen Momenten neue Schuhe. Tatsächlich sind die mir am wichtigsten. Neue Wege benötigen neue Schuhe.

Überholtes streichen
Eine Meinung streichen, die ich noch habe, aber hinter der ich nicht mehr stehe. Ein Gefühl streichen, das mich nervt. Ich frage mich, warum soll ich mich damit noch beschäftigen??? Ein Geschäft, in dem ich nicht mehr gerne einkaufe: ich streiche es und gehe nicht mehr hin. Ein Lebensmittel, das meinem Körper nicht mehr gut tut oder das mich dick macht: wie gut es sich anfühlt, dazu eie neue Entscheidung zu treffen: frisch gestrichen.
Manchmal streicht man Beziehungen zu Menschen oder Kollegen, die sich nicht mehr stimmig anfühlen. das scheint sich komisch anzufühlen. Mein Gefühl ist, dass es gut ist, sich eie Zeit zu begleiten und darf etwas zu Ende gehen und auch gestrichen werden.

Schöne Nägel: Frisch gestrichen
Ui, dieser Stress mit frisch lackierten Nägeln. Bevor ich etwas anfassen kann. Die Angst, dass sie gleich wieder eine Macke haben. Dann war die ganze Mühe umsonst. Kein Wunder, dass die Nagelstudios boomen und die künstlichen Nägel einen so großen Zuspruch haben.
Frisch gestrichene Nägel sehen großartig aus.

Zusammenfassung
Was für ein weites Feld. Was nicht alles frisch gestrichen werden kann.
Mit Farbe, aus dem Leben, aus dem Kleiderschrank, aus den Gedanken, aus der eigenen Meinung, aus den Gefühlen und Befindlichkeiten, aus der Ernährung.
Frisch gestrichen kann Vieles bedeuten und ist eine Metapher. Frischgestrichen bewirkt Leichtigkeit, Freude und hat eine Komponente des Loslassens und Lassens. Was für ein Geschenk kann das sein?

Was für ein spannendes Thema.
Hinterlasse mir gerne einen Kommentar zum Thema FRISCH GESTRICHEN.

Dr. Martina Riedel Über mich: Ich komme aus der klassischen Schulmedizin und da ich viele Fragen hatte, die mir dort nicht beantwortet wurden, habe ich mich interessiert für und fortgebildet in ganzheitlichen Heilweisen, Kunst als Möglichkeit zur eigenen Heilung, in energetischen Heilweisen und Persönlichkeitsentwicklung. Als Mentorin und Anschubserin ist es mein Ziel, Menschen zu helfen, Zusammenhänge zu erkennen. Ein Wechsel der Perspektive, verbunden mit einer positiven Einstellung, kann wie ein starker Katalysator für eine Heilung sein. Da ich selbst zwei Krebsdiagnosen erfahren habe, weiß ich, wie groß die Bedrohung für die Person ist. Die Antworten und Lösungen sind oft nur einen Schritt entfernt. Dabei unterstütze ich Sie gerne. Hier erfahren Sie mehr über mich.
