Was für ein Thema bzw. eine Inspiration. Warum eigentlich nicht? Ich habe tausend Gedanken dazu, die spontan in meinem Hirn kreisen und irgendwie nach Klarheit rufen. Und die Gegenspieler sind zutiefst verwirrt und wissen rein gar nichts. Heute nehme ich teil an der Blognacht von Anna Koschinski. Ich bin auf sie aus einem Jahresrückblick 2025 aus der TCS gestoßen. Ich mag diese Events, um dran zu bleiben. In der Community geht es leichter und schneller. Ich bin inspiriert und dieser Impuls ist von Anna.
Es gibt immer viele Gründe etwas zu tun und ebenso viele, die dagegen sprechen.

Warum JA?
Es ist großartig, etwas zu erleben, zu erfahren, neu zu beginnen. Das macht das Menschsein aus und die Evolution. Nur so funktioniert Weiterentwicklung. Sei es im persönlichen Bereich, sei es in der Wissenschaft oder in der Wirtschaft. Wie sollte man, besser gesagt, die Menschheit sonst weiterkommen. Das gilt auch für Tiere oder Mikroorganismen. Für alles, was lebt. Für alle Technik, die entwickelt wird.
Man stelle sich vor, dass ein Tier, dessen Lebensraum eingeengt ist, doch eindeutig den Willen zum Überleben hat. Was bedeutet, dass es sich neue Quellen suchen muss: für Fressen, für Wasser, für die Sicherheit und für die Fortpflanzung. All das ist überlebenswichtig und notwendig. Wenn es sich daran nicht anpasst bzw. irgendwie kreative Ideen und Versuche voran bringt, kann das Tier und ggfls. das Rudel nicht überleben.

Für uns Menschen funktioniert es nicht anders. Nein, wir sind meistens, zumindest in der westlichen Welt, nicht im Überlebensmodus auf der Suche nach Essen. Aber wir haben andere Bedürfnisse, die nicht erfüllt werden, sodaß wir uns so fühlen, als wären wir im Überlebensmodus. Um aus diesem Gefühl heraus zu kommen, sind wir gezwungen, Neues zu suchen, zu probieren und zu finden .
Warum NEIN?
Viele Menschen mögen keine Widerstände und keine Kämpfe. Weil sie alles haben, satt sind, zufrieden sind, keinen Ergeiz haben, keine Kraft finden? Auch da gibt es so viele Gründe, wie es Menschen gibt. Kein Grund ist zu bewerten. Es sind schlicht mögliche Ursachen, um Dinge nicht umzusetzen.
Etwas nicht zu tun und nicht zu probieren, bedeutet, eine Chance zu verpassen, um etwas zu tun, das die Person eigentlich und tief innen gerne tun würde. Was hält uns ab? Ängste, so denke ich, sind der wichtigste Faktor. Da gibt es viele Möglichkeiten: die Angst zu versagen (Ich hab`s mal wieder nicht geschafft), zu scheitern (Was werden die Nachbarn sagen?), Geld zu verlieren (Ja, Neues ist immer auch riskant und benötigt gleichzeitig Einsatz), den ersten Schritt zu tun (Es könnte ja der falsche Schritt sein, sodaß kein Erfolg möglich ist). Ein weiterer wichtiger Grund ist Scham: es funktioniert nicht (Ich stehe dann ganz schön doof da), Geld verbrannt (Wie soll ich jetzt mein Leben finanzieren?), meine Eltern, Nachbarn,Freunde haben es gleich gewusst, dass das nie klappt ( Sie haben mal wieder recht gehabt).

Die inneren eigenen Gründe sind ebenso niederstreckend und sich selbst demütigend. Ich bin nicht gut genug, ich traue mir das nicht zu, ich habe keine Geduld, bin zu schnell, langsam doof oder zu schlau. Oder… ich verstehe nichts von Technik, ich habe kein gutes /richtiges Mind Set dafür, ich kann keine Buchhaltung und versteh auch nix von Geld.
Die Essenz aus JAund NEIN?
Alles soll so bleiben, wie es ist. Dafür gab es doch mal eine Werbung. Die das so schön, elegant und fein dargestellt hat. Ja, wir haben Dinge versemmelt, falsch gemacht, sind gescheitert. Und nun? Soll es so weitergehen? Geben wir auf? Resignieren wir? Bleiben wir auf dem Sofa hocken und bewegen uns nicht von der Stelle?
Tatsächlich trifft jeder Mensch seine eigene Entscheidung, die dann auch immer richtig ist. Der eigene Verlust darüber ist oft groß, das innere und äußere Jammern auch, der Frust und die Trauer über das oft unbewußte Gefühl, etwas versäumt zu haben. Und die Wut auf sich selber, es einfach nicht getan zu haben. Es ist ja gar nicht klar, dass das Projekt scheitert. Es kann ja auch einfach gut gehen.
Wenn es nicht versucht wird, weiß man es nicht.
Warum eigentlich nicht?
Im Grunde beraube ich mich allem, was in mir ist und was möglich sein könnte. Ich lasse mich abhalten und halte mich ab. Von Erlebnissen, Erfahrungen, Negativem und Positivem. Wir glauben, alles müsse sofort und immer gut gehen. Die Angst, dass es scheitern könnte, läßt uns erstarren und meistens gar nicht erst anfangen. Was schade ist. Wieviel geht der Welt verloren dadurch?
Aber… wir wissen es ja schon im voraus! Oder unsere Umgebung weiß, dass es ja nie gut sein könte. Die Kultur, in der wir leben, zeigt mit dem Finger auf die Gescheiterten.“ SIEHSTE, Habs ja gleich gesagt. Das klappt ja nie. Du Träumerle. Träum weiter.“
Was wäre, wenn wir erkennen, wie unglaublich viel Erfahrung wir sammeln können durch Fehler, Scheitern. Was wäre, wenn wir den Geschichten, die jemand über uns erzählt hat, nicht mehr glauben. Was wäre, wenn wir den Geschichten, die wir uns selbst über uns erzählen, einfach nicht mehr zuhören? Was wäre, wenn wir uns selbst und auch anderen Menschen, wie Kindern und Familie dadurch mit unserem Rat zur Seite stehen könnten und die „Fehler“ verwandeln in Lebenserfahrung? Was wäre, wenn wir uns nicht mehr bewerten dafür, daß irgendwas nicht geklappt hat? Was wäre, wenn die Welt sich nicht bewertet und sich nicht vergleicht, wer was besser oder schlechter macht?Was wäre, wir Misserfolge nicht als Misserfolg abtun, sondern stolz auf uns sind, dass wir den Mut hatten, etwas zu wagen und zu beginnen?
Die Welt wäre anders, nicht besser, aber vielleicht mit weniger Bewertung, Zorn, Ärger.
Warum eigentlich nicht?-Meine 100 Tage Challenge
All diese Zweifel, Ängste, Mutlosigkeit, kenne ich persönlich gut. Immer wieder traue ich mich nicht, warte ewig auf die zündende Idee und die Erleuchtung, die vom Himmel fällt. Derweil bewundere ich die anderen Menschen, die einfach machen. „So bin ich halt nicht.“ Dabei fehlt es mir nicht an Mut. Ich habe viele mutige Entscheidungen getroffen im Leben und bin auch gescheitert an manchen Aufgaben, habe gelernt. Und dennoch beeinflusst es mich.
Ca. Mitte Januar 2026 spielte mir der Algorithmus auf Instagram einen Kanal ein. Ein Mann namens Hoang macht eine 100 Tage Challenge public speaking. Das bedeutet, täglich ein Video hochladen, das 60 sec dauert, einfach so aufnehmen, ohne es zu schneiden, zu bearbeiten oder es zu wiederholen. Ziel ist es, die eigenen Skills im public speaking zu verbessern. Tatsächlich hat natürlich jeder, der so was macht auch ganz persönliche Ziele dabei oder Skills, die es zu verbessern gilt.
- Da ich gerne mehr auf der Bühne sprechen möchte, interessiert es mich sehr, meine Skills zu verbessern, sicherer zu werden.
- Aber auch eigenen Content zu haben und zu erarbeiten.
- Sich zu zeigen, einem Publikum, das ich nicht nur nicht kenne, sondern auch nicht sehe, das ist eine echte Herausforderung für mich.
- Sich zu überwinden, täglich in ein Handy einfach so zu sprechen.
- Es einfach zu tun, ohne dass jetzt das ganze Drumherum perfekt ist und die Beleuchtung und das Setting ein professionellen Kanal verrät.
- Bewertung… das Thema bleibt mir bis zum Ende??? Wie ist es, wenn ich eine schlechte Bewertung bekomme? Ärgert mich das? wie gehe ich damit um?
Jedes dieser Themen, das ich angesprochen habe, hat das Potential in meinem Leben, mich echt abzuhalten von meinen Wünschen und meinen Träumen. Es ist wie Stachel in meinem ganzen System, wie ein starker innerer Kritiker, der einfach seine Ruhe haben will. Ruhe von meinen Ideen, die zu gefährlich sind, zu aufregend, zu riskant und nicht sicher genug. Ruhe vor meiner Unruhe, die mich überkommt, wenn ich was Neues mache. Ruhe vor dem dauernden Risiko, das ich auch ganz gerne eingehe. Ruhe vor allem, was nicht normal, gelassen, angepasst, gesettelt ist.
Also, erlaubt ist, was langweilig, immer das Gleiche und spießig ist. So ähnlich meint der innere Typ da in mir, sollte sein Leben mit mir sein.
Meine 100 Tage Challenge läuft. Ohne große Vorbereitung, ohne perfektes Setting, mit meiner Handy Camera, kein Schneiden, kein Bearbeiten. Sprich, es ist schlicht nix perfekt. Heute war mein 5. Tag und ich kann gar nicht häufig genug erzählen, wie stolz ich schon nach 5 Tagen auf mich bin. Darauf, …..
- dass ich schon 5 Tage gemacht habe.
- dass ich meine Ängste überwunden habe
- dass ich Content hatte
- dass ich einen Heidenspaß habe
- dass ich das mit Freude mache
- dass ich Lust darauf habe, wenn ich morgens aufstehe
- dass mich meine Ähms und Ahhs im Moment weder stören noch aufregen
- dass ich schon eine Bekannte inspiriert habe, ihre eigene Challenge zu beginnen
- dass ich sehr wertschätzende Kommentare bekomme
- dass ich mich freue auf die nächsten 95 Tage
- dass ich ein Format gefunden habe, das mich fasziniert und das ich so immer wollte
- dass ich nicht gehört habe auf meinen Kritiker, der schon wieder mal viele Einwände hatte
- dass Zuhörer mir bestätigen, dass schon eine Veränderung meiner Skills zu sehen ist
Also: Warum eigentlich nicht? Traut Euch!Tut es!



Dr. Martina Riedel Über mich: Ich komme aus der klassischen Schulmedizin und da ich viele Fragen hatte, die mir dort nicht beantwortet wurden, habe ich mich interessiert für und fortgebildet in ganzheitlichen Heilweisen, Kunst als Möglichkeit zur eigenen Heilung, in energetischen Heilweisen und Persönlichkeitsentwicklung. Als Mentorin und Anschubserin ist es mein Ziel, Menschen zu helfen, Zusammenhänge zu erkennen. Ein Wechsel der Perspektive, verbunden mit einer positiven Einstellung, kann wie ein starker Katalysator für eine Heilung sein. Da ich selbst zwei Krebsdiagnosen erfahren habe, weiß ich, wie groß die Bedrohung für die Person ist. Die Antworten und Lösungen sind oft nur einen Schritt entfernt. Dabei unterstütze ich Sie gerne. Hier erfahren Sie mehr über mich.

Ach, toll! Toll, dass du diese Challenge machst und das Unperfekte aushältst, es vielleicht ja sogar als Chance auf eine tolle und authentische Lernreise siehst. Ich bin ja nicht auf Instagram, aber ich wünsche dir ganz viel Spaß und viele Erkenntnisse! Ich finde ja, dass dieses Unperfekte auch schützen kann, es hat nämlich genau diesen Rahmen: Weniger Ansprüche, es darf sich verändern, darf wachsen, wir dürfen wachsen. Und staunen, was alles daraus werden kann. So war es auch bei der Blognacht!
Und wenn du ab jetzt ab und zu mit uns schreiben magst, freut sich die Community 😉
Liebe Grüße
Anna
Liebe Anna,
danke für Deinen wunderbaren Kommentar. Genau so sehe ich es. Es darf wachsen, soch öffnen und staunen, was daraus wird. Das klingt gut in meinen Ohren. Ich freue mich auf mehr. Auch in der Blognacht. Ich freue mich auf Euch.
Liebe Grüße Martina